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Wie bekannt ist, nehmen wir die Welt aufgrund von unseren Konditionierungen, Glaubenssätzen und Prägungen aller Art wahr und sehen dadurch das Geschehen im Aussen durch eine Art «Filter».

Unsere Sinne – jahrelang akribisch geschult und trainiert durch das Aussen – leisten ebenfalls ihren Beitrag, und schon ist «unsere individuelle Welt» entstanden. Wir sehen grün oder blau, andere violett oder orange. Die Sache wäre jedoch gelb. Oder etwa doch nicht?

So begleitete ich zum Beispiel eine Klientin, die unter belastenden Lernschwierigkeiten litt. Die schlechten (oftmals sogar ungenügenden) Schulnoten bildeten den Rahmen um ihre Lernschwierigkeiten herum. Das Bild war somit längst entstanden und an der Wand befestigt, aber gefiel niemandem – weder meiner Klientin noch den Dozenten, und schon gar nicht den Eltern und dem Ausbildungsbetrieb.

Im Verlauf des Coachings zeigte sich eine Überraschung: Meine Klientin stellte fest, dass die Ausbildung zum einen nicht ihre Wunschausbildung war (sondern diejenige ihrer Eltern) und dass sie zudem offenbar den falschen Sinneskanal benutzte, um zu lernen. Sie versuchte visuell zu lernen (nutzte also primär ihre Augen), las viel, ermüdete schnell und konnte sich dadurch kaum konzentrieren. Daneben hörte sie in ihrer Freizeit und in den Ferien stets ununterbrochen und mit frischer Energie und lebendiger Begeisterung Hörbücher und Podcasts. Dies wurde jedoch durch sie wie automatisch «ausgeblendet», denn wer SIE war, war nie wichtig gewesen.

Was stattdessen immer gezählt hatte, waren Rang und Etikette für die (positive?) Aussenwirkung.

Fazit: Meine Klientin entschied von sich aus, ihre Lernmethodik zu verändern, und der Einbezug ihres auditiven Sinneskanals brachte die ersehnte Linderung. Das war IHRES. So war SIE. Als zweiter Schritt wurde direkt nach dem Abschluss der Ausbildung der EIGENE Wunschberuf erlernt. Sie setzte sich durch und organisierte alles selbst.

Der Mensch – so gleich und doch so verschieden. So verschieden wie die Nutzung seiner Sinne und seiner Wahrnehmungen.

Eine bewusste Reflektion des eigenen ICH kann ausreichen, um eine positive Veränderung in das Leben zu holen und DAS EIGENE zu gewinnen (oder sogar zurück zu gewinnen).